Thema Schiedsrichter
Die Bundesliga meldet hohe Zuschauerzahlen, das Spiel von 44
Fußballer-Beinen hat in allen Klassen nicht von seiner Attraktivität
verloren. Wohin würden aber diese 44 Beine laufen, gäbe es auf
dem Platz nicht den Schiedsrichter?
Es ist zwar das Los seines Amtes, dass er von vielen als notwendiges
Übel betrachtet wird. In Wahrheit ist er aber ein wertvoller,
ja unverzichtbarer Teil des großen Spiels. Er führt nicht Regie
im Sinne eines Filmregisseurs, aber er ist der Regisseur im
Sinne der Regeln.
Der Ausruf "Schiedsrichter ans Telefon" ist wohl fast so alt
wie der Fußball. Doch diejenigen, die ihn leichtfertig rausbrüllen,
sollten sich eher am Motto einer DFB-Aktion orientieren: "Nicht
meckern, sondern pfeifen".
Erfreulicherweise erlebten die Schiedsrichter zuletzt einen
erstaunlichen Aufschwung. 9.777 legten laut der letzten DFB-Statistik
im Jahr 2002 erfolgreich die Prüfung ab.
Woche für Woche sind nunmehr 75.511 Unparteiische im Einsatz.
Leitbilder für die Schiedsrichter, die jetzt nicht nur in schwarz,
sondern auch in grün, rot oder sogar gold antreten dürfen, sind
die zehn deutschen Unparteiischen, die auf der Liste des Fußball-Weltverbandes
(FIFA) stehen und bei internationalen Spielen eingesetzt werden.
Kaum ein anderes Land hat eine solch
hohe Quote. Ein Beweis für die Qualität der DFB-Referees.
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